1985


    1985, ein Jahr, welches für das Aussehen der Oberstadt und für das Bewahren der Geschichte Mühlheims besonders wichtig war.
    Den Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena schmückt nun wieder eine Sonnenuhr. Nach dreiwöchiger Arbeitszeit am Turm und vielen Stunden der Vorbereitung konnte sie von den Mitgliedern des Heimatvereins nach alten Vorlagen berechnet, rekonstruiert und gemalt werden.
  • Für uns heute nicht mehr wegzudenken ist auch der Galgenbrunnen in der Kirchgasse.
    Der Heimatverein führte in diesem Jahr in mehreren Arbeitseinsätzen Grabungen durch, wobei der gute bauliche Zustand und sein Tiefe überraschten. Somit konnte eine Rekonstruktion des Brunnens, so wie er heute zu sehen ist, in die Wege geleitet werden. Ein Stück Mühlheimer Geschichte konnte somit sichtbar gemacht werden.
    Aus diesem Grunde unterstützte der Heimatverein auch stark den Bürgermeister in der Diskussion um den Kauf des Vorderen Schlosses, welcher glücklicherweise zum Jahresende vom Gemeinderat beschlossen wurde.
  • Einen Meilenstein in der Aufarbeitung der Mühlheimer Geschichte stellt natürlich das Stadtbuch „Geschichte und Geschichten einer Stadt“ von Dr. Elmar Blessing dar, welches mit Unterstützung des Heimatvereins entstanden ist und 1985 vorgestellt werden konnte.
  • Bei einer Fahrt nach München wurden Pläne, Skizzen und Zeichnungen von Prof. Alois Leibinger im Archiv der Technischen Universität bestaunt, was später zu einer Ausstellung im Vorderen Schloss führte.
  • Der Besuch einer Ausstellung von Werken Josef Alfons Wirths auf Schloss Dätzingen, wie auch eine Besichtigung von Schloss Bronnen, dienten nicht nur der Geselligkeit, sondern erweiterten den heimatgeschichtlichen Horizont der Mitglieder. Selbstverständlich nahm der Heimatverein auch in diesem Jahr am Fasnetsumzug teil und griff dabei mit seinem übergroßen „Veitshäfele“ ein heikles Thema auf, da sich damals einige wertvolle Stücke aus Kirchenbesitz in Fridingen befanden.
  • Wenn man bedenkt, dass der Heimatverein für das Stadtfest 500 Eierbecher bemalt hat, muss man dem Verein ein sehr arbeitsreiches Jahr im Dienst der Mühlheimer Geschichte bescheinigen.